Alltag auf 14N 40W

Position: N 14 02.399 / W 039 00.354

Die Sonne strahlt und wir werden von Albatrossen umflogen, die ihre unglaubliche Flugkunst
zum Besten geben und fliegende Fische aus der Luft schnappen. Von letzteren haben wir
regelmäßig ein paar jeden Morgen an Deck liegen. Meist kommen wir zu spät und
können sie nur leblos zurück ins Meer werfen.

Die Doppelkopfstände können momentan leider nicht veröffentlicht werden
da sich Le Bob in übermotivierter Solofreudigkeit tief in die MIese gespielt hat.

Allen geht es gut. Der Passat hat heute leicht nachgelassen, soll in der Nacht jedoch
wieder auffrischen.

Noch 1199 NM nach Barbados.

Liebe Grüße

Vincen, Lasse, Jan Henrick, Jakob

PS. Wir haben heute die Batterien im Satellitentracker ausgewechselt. Momentan haben wir
noch keine Rückmeldung, ob alles gut funktionert. Für den Fall, dass wir nicht mehr zu sehen
sein sollten, besteht kein Grund zur Sorge.

Wind, Wind, Wind

Das Warten hat ein Ende und der Passat hat eingesetzt. Nun ist Zora endlich wieder ein Segelschiff. Aber prompt ist auch etwas kaputt gegangen. Merkwürdig nur,  dass uns die email von gestern Abend erst heute erreicht hat…

Rode Zora Statusupdate 27.11.2017 20:00 UTC

Position N 14 18.004 / W 033 42.731

Heute Morgen hat der Passatwind endlich wie erwünscht mit ca. 15-20 Knoten eingesetzt.

Wir sind nun auf Backbordbug auf Kurs mit ca. 7 Knoten im Schnitt. Unser prognostiziertes ETA springt, die derzeitigen
Bedingungen zugrunde gelegt, zwischen dem 7.12 und dem 10.12 hin und her wir lassen uns mal überraschen.

In der kontrollierten Halse ist uns die Aufhängung der Großschot am Traveller gebrochen und ein Karre an einer der Segellatten im Groß beschädigt worden
Wir haben beide Probleme behoben und sind nun wieder mit voller Besegelung unterwegs.

Zwischendurch haben wir einen großen Mahi Mahi gefangen und morgen gibts Fishsteak oder Sushi.

Liebe Grüße

Vincent, Lasse, Jan Henrick, Jakob

Und Wunder der Technik:  Man kann Zora sogar auf Marinetraffic sehen. Die empfangen jetzt sogar über Satellit. Sieht zwar aus der Ferne aus wie mittendrin. Sind aber noch 1452nm bis Barbados.


	

Immer noch kein Wind!

Rode Zora Statusupdate 24.11.2017 19:00 UTC

N 16 08 / W 028 56

Liegen weiterhin in der Flaute und motoren mit Dead Slow Ahead (1500 RPM) bei ca. 4 kn und einem Dieselverbrauch von 1,5 - 2 Litern/Stunde gen Westen.

Wir sind mit insgesamt 450 Litern Diesel an Bord losgefahren. Der Vorrat sollte also reichen, bis der Wind kommt. Wir haben heute noch keine aktuellen Winddaten ausgelesen.
Wir gehen aber davon aus, dass sich der Passat ab Sonntag oder Montag durchsetzt. 

Den Tag haben wir bei strahlendem Sonnenschein und keiner Wolke am Himmel verbracht. Die Temperaturen haben uns zu mehreren Badestops genötigt, den letzte in einem Schwarm Mahi Mahis. 

Außerdem haben wir die Flaute genutzt, um das Unterwasserschiff tauchend mit Bürste von Algen etc. zu befreien. Seitdem laufen wir bei gleichbleibender Motorenleistung ca. 0.5 Knoten schneller. 

Für Sundowner hat Vincent mit Maracuja Caipirinha gesorgt. 

Der Spielstand im translatlantischen Doppelkopf lautet heute am zweiten Tag (am zweiten Tag der Reise war Spielpause):

1. Vincenco:        23
2. Le Bob             9
3. El Lassito        5
4. Erik:                  -37

LIebe Grüße

Vincent, Lasse, Jan Henrick, Jakob


Herbststurm über den Kanaren


Das GFS Modell sagt fürs Wochenende einen richtigen Herbststurm für die Kanarischen Inseln voraus. Das bringt ordentlich Wind (im Mittel bis 35kn) und Regen. Der NE Passat bei den Kapverden wird davon sozusagen weggesaugt. Rode Zora v. Amsterdam auf ihrem Weg in die Karibik bekommt Flaute und die Teilnehmer der ARC, die am letzten Wochenende gestartet sind bekommen ordentlich was auf die Mütze, wie man in Norddeutschland gerne sagt. Passatsegeln fällt also für die nächsten drei Tage aus. Danach sollte sich die Situation wieder stabilisieren…

//WL2K Rode Zora Statusupdate

Rode Zora Statusupdate 22.11.2017 20:00 UTC

Heute um 9:00 lokaler Zeit ausgelaufen in Mindelo, Cabo Verde, mit Ziel Barbeidos.

Die Anfangs guten Bedingungen mit NO 4-5 Bft zwischen den Inseln Santo Antao und Sao Vicente haben leider nicht gehalten. In den letzten Stunden ist der Wind eingeschlafen und wir liegen bei ca. 2-3 Knoten und schlagenden Segeln im Schwell. Wir hoffen, dass wir die Windfelder in den nächsten zwei Tagen vernünftig ausgesegelt bekommen und sich der Nordostpassat zum Wochenende hin einsellt. Die momentane ETA Prognose liegt im Januar. Das wird sich selbstverständlich noch ändern.

Heute waren wir wieder mit der Angelausrüstung erfolgreich: Golden Makarel ca. 3 Kg.

Der Zwischenstand im translatlantischen Doppelkopfturnier lautet nach Tag 1:

Vincenco: 20 (selbstverständlich geschummelt)
El Lassito: -2
Le Bob: -6
Erik aka (sehr zu seinem Leidwesen) Jan Henrick: -12

Ansonsten genießen wir die üblichen 27 Grad bei Sonnenschein und arbeiten an unserem vorweihnachtlichem Teint.

Liebe Grüße

Vincent, Lasse, Jan Henrick, Jakob

Westward Ho!

Heute um 10:00 UT hat Rode Zora Mindelo verlassen und sich auf den 2000 nm langen Weg nach Barbados gemacht.  Leider ist es dem Schreiber dieser Zeilen nicht gelungen von der Crew ein schriftliches Zeugnis der Reise zu den Kapverden oder von den Erlebnissen vor Ort zu bekommen. So müssen sich diese Zeilen auf die dürren Informationen stützen, die via Whatsapp nach Hamburg gelangt sind. Telefonieren war aufgrund der sehr hohen Kosten (6€/min) auf ganz kurzen Austausch beschränkt und die Wlans vor Ort waren viel zu schlecht zum Skypen.

Immerhin haben wir ein paar Fotos der Insel Sao Antao erhalten, die ein wenig von der Schönheit ahnen lassen:

 

Welcome to Africa

Heute gegen 17:00 lokaler Zeit läuft Rode Zora v. Amsterdam in Mindelo ein und macht an einem der Pontons der Marina Mindelo fest. Ganz knapp 7 Tage hat die 860 nm weite Reise von Santa Cruz de Tenerife gedauert. Das beste Etmal waren 165nm am ersten Tag. Der Skipper schreibt kurz und knapp:

Also warten wir mal darauf, was es morgen zu berichten gibt…

Big Waves

No wind is needed on the Atlantic to get big waves. This can be seen from the following two pictures:

 

Both pictures are screenshots from the very nice windy.com web site (btw also available as an app on ios). The first one shows total wave height. The more red, the more waves! For the position of Rode Zora one reads off 2.8m with a frequency of 12s from 350 degrees. The second picture shows the wind waves only. No red between the Canaries and the Cabo Verde Islands. For Zoras position on reads off 0m with a frequency of 1s from 0 degrees. Now, this is what the crew sent via email this morning:

They speak of 4-5 m waves. How do these things match up? Are they exaggerating or boasting? I think not! This is why:

The significant wave height is defined as the average height of the highest one third of the waves. Out on the water you will find waves that are twice as high as the significant wave height. So that would mean 5.6m. Hence their statement about 4-5m is pretty accurate because they are of course sensitive to the higher waves. And this is quite an experience!

Der Schotenfresser

Gestern erreichte uns diese Nachricht:

Also hat der Klüver zugeschlagen und wieder mal eine Schot gefressen. Die geschredderte Schot hatten wir im Juni in Ramsgate neu gekauft. Schon auf der Edinburgh Tour 2015 war die Küverschot kaputt gegangen. Damals war aber nur der Mantel vom Schlagen gegen die Wanten durchgescheuert und der Kern hatte noch 2 Tage durchgehalten.  Seitdem haben wir regelmäßig neue Klüverschoten gebraucht. Das ist ganz schön aufwändig…

Und jetzt muss der gute alte Klüver schon zum zweiten Mal auf dieser Reise aushelfen.

Kommunikation auf See

Gerade eben ist eine winlink email eingetrudelt:

Also hat die Crew die Bedienung der SSB Anlage mit Pactor Modem hingekriegt.  Die Anlage besteht ausschließlich aus gebrauchten Teilen, die von funkboerse.de oder ebay stammen. Das Einbauen, Zusammenstöpseln und Inbetriebnehmen hat eine Weile gedauert und war nicht ohne Hindernisse. Zum Einstellen der Anlage waren am Ende ein SWR/Power Meter und ein kleines Digital-Oszilloskop nötig. Jetzt ist der OM doch ein bisschen stolz! Denn, Iridium-Go kann jeder, aber Kurzwelle ist etwas für Feinschmecker. Es gibt sogar eine recht umfangreiche Anleitung mit Erklärung des technischen Hintergrunds. Diese werde ich bei Gelegenheit in den Blog einstellen. Das könnte auch für andere nützlich sein.