Maschinenprobleme

Bereits auf Barbados war der Crew aufgefallen, dass sich Wasser im Öl der Maschine befand. Die Diagnose eines Mechanikers vor Ort: Wahrscheinlich defekte Zylinderkopfdichtung. Aber nicht so dramatisch, dass man nicht noch bis Martinique weiterkommen sollte. Dort befände sich auch ein Volvo-Penta Service. Beim Einlaufen in Marin auf Martinique fing der Motor dann zu stottern an und die Crew hat ihn sicherheitshalber sofort abgestellt. Somit kam man allerdings erst einmal nicht gegen den Wind durch das enge und Riff-gesäumte Fahrwasser der Marina.  Also erst einmal an geeigneter Stelle vor Anker gehen. Von dort gelangte Rode Zora im Schlepp zum „Fueldock“ in Le Marin. Im Hafen war sonst kein einziger Platz frei. Hochsaison in der Karibik!

Im Schlepp mit Maschienproblemen auf dem Weg nach Le Marin auf Martinique

Bei Volvo war die erste Auskunft, dass man vor dem Neuen Jahr keine Kapazität habe für eine Reparatur, insbesondere nicht für das Wechseln einer Zylinderkopfdichtung. Immerhin empfahl man einen Mechaniker, der sich das Problem ja mal anschauen könne. Der diagnostizierte rasch, dass das Wasser in der Maschine Salzwasser war. Somit fiel die Diagnose Zylinderkopfdichtung aus. Alternativen: Ölkühler, Auspuff und Seewasserpumpe. Da letztere seit Teneriffa bereits auf der Vorderseite leckte, wurde diese Ursache als erste untersucht.

Seewasserpumpe mit ausgebauter Welle und Blick in den Ölführenden Teil der Maschine

Per WhatsApp wurde aus Hamburg eine Explosionszeichnung der Pumpe nach Martinique gesandt und die Crew konnte mit dieser Information die Pumpe ausbauen und zerlegen.

Noch dazu konnten zwei Simmerringe zum Abdichten der Pumpe von Volvo beschafft werden. Nach Zusammenbau, Spülen der Maschine mit Diesel und zweifachem Ölwechsel erscheint es so, dass das Problem gelöst ist. Jedenfalls ist die Maschine 15 Minuten Probe gelaufen und danach war kein Wasser im Öl!

Die Crew war mächtig stolz darauf, dass sie diese Reparatur im wesentlichen ohne Hilfe durchführen konnte und machte sich danach sogleich wieder auf um noch ein paar Tage die Schönheiten von Martinique zu genießen…

Die folgenden Foto schickte die Crew am folgenden Tag und schwärmt von traumhaften Mangrovenwäldern

Letzte Etappe…

Gestern Vormittag gegen 11:00 lokaler Zeit hat sich Rode Zora aufgemacht zur letzten Etappe dieser Crew von Barbados nach Martinique. Leider hat sich auf Barbados herausgestellt, dass die grüne Eminenz an Bord, unser Schwede mit französischen Wurzeln, eine neue Zylinderkopfdichtung braucht. Glücklicherweise ist Ersatz an Bord, der nun in Martinique eingebaut werden soll, bevor die nächste Crew am 6. 1. anreist. Das überlassen wir allerdings lieber einem Experten.

Bis zum Rückflug der aktuellen Crew ist aber noch etwas Zeit, Martinque kennenzulernen.

P. S. Während des Schreibens dieser Zeilen trudelt via WhatsApp ein Bild von Bord ein. Ein Hoch auf EU und bezahlbare Kommunikation!

Beigedreht!

Rode Zora Statusupdate 04.12.2017 20:59 UTC

Position: N 13 36.630 / W 050 44.187

Wir sind gestern Nacht von zwei starken Squalls/Gewittern überrollt worden mit
Blitz, Donner, Platzregen, Sicht 10 Meter, und 40 Knoten Gewitterböen. Alles was eben dazugehört.

Wir haben zweimal beigedreht und jeweils für ca. eine Stunde abgewettert. Der Regen war so
stark, dass die Wasserautomatik drei unserer Schwimmwesten ausgelöst hat.

Seit heute Früh sind wir wieder auf Kurs und glücklicherweise von Gewittern verschont geblieben.
Zum Abend hin hat es leicht aufgeklart. Vielleicht haben wir Glück und der Hauptteil der Front
(easterly wave) ist durch. Wir bereiten uns trotzdem wieder auf alle Fälle vor und hoffen, dass
wir heute Nacht etwas mehr Schlaf bekommen.

HInsichtlich des Adventsdatums bedanken wir uns für die aufklärenden HInweise
und wünschen nachträglich noch einmal einen schönen und besinnlichen 1. Advent 🙂

Allen geht es gut.

Liebe Grüße

Vincent, Lasse, Jan Henrick, Jakob

Bergfest

Rode Zora Statusupdate 01.12.2017 20:35 UTC

Position: N 13 59.853 / W 043 50.365

 Wir kommen zügig voran; noch 919 Meilen bis Barbados. Die "magische" 999 haben wir heute 
Nacht passiert und mit Rum darauf angestoßen.

Seit Tagen fahren wir durch Seegrasfelder, die immer dichter werden.
Leider sind die Ersatzbatterien nicht mehr gut, die wir in den Satellitentracker eingesetzt haben.
Dieser wird sich demnächst ausschalten, wenn es nicht bereits geschehen ist.

 Die Statusupdates kommen natürlich weiter wie gewohnt.

 Liebe Grüße

 Lasse, Vincent, Jan Henrick, Jakob