//WL2K Nordseefeeling

Björn sitzt im Cockpit und grölt: „An der Nordseeküste, am norddeutschen Strand…“ So ist auch heute das Wetter. Schon die Nacht war stockfinster. Kein Stern und kein Mond zu sehen. Einziger Lichtschein: das Meeresleuchten unserer Bugwelle und das schwache Glimmen der Kompassbeleuchtung. Am Morgen fängt es dann auch noch zu regnen an, während der Wind von West auf Nordost dreht. Das abziehende Tief schaufelt auf seiner Rückseite noch einmal ordentlich Feuchtigkeit in unsere Richtung. Der Skipper hat die Tagwache von 11 bis 15 Uhr und versucht unter dem Sprayhood einigermaßen trocken zu bleiben. Die Crew lümmelt in ihren Kojen und knabbert die Pantry leer.
Pünktlich um drei, zum Wachwechsel, kommt dann die Sonne raus und Marcel erscheint strahlend mit T-Shirt und kurzer Hose zu seiner Wache. Der Wind kommt jetzt stetig aus NE und soll im Laufe der nächsten Tage äber Ost nach Süd drehen. Nun geht es also am Wind weiter. Alle müssen sich erst einmal wieder daran gewöhnen, wie es sich bei 35 Grad Krängung lebt. Entsprehend einfach wird das Abendessen. Wie ein Freund vor langer Zeit einmal gesagt hat: „Simple, good and a lot!“ Aber die verbleibenden 400 Meilen werden wir auch am Wind gut überstehen.

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