{"id":457,"date":"2018-02-06T12:18:38","date_gmt":"2018-02-06T12:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/?p=457"},"modified":"2018-02-06T12:20:06","modified_gmt":"2018-02-06T12:20:06","slug":"dominica","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/?p=457","title":{"rendered":"Dominica"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Nachmittagshitze ist die Crew der Zora hinauf zum Fort Napoleon gewandert. (So etwas tun nur Deutsche. Alle anderen d\u00fcsen mit knatternden Scootern oder elektrischen Golfcarts die steile Stra\u00dfe hinauf zu diesem wundersch\u00f6nen Aussichtspunkt) Aber der Blick von diesem strategischen Aussichtspunkt auf den Isles des Saintes lohnt die M\u00fche und ist atemberaubend. Im Norden erscheint Guadeloupe zum Greifen nahe, der Vulkan La Souffriere in Wolken geh\u00fcllt, im S\u00fcden erscheinen die Umrisse von Dominica, etwas bedrohlich wie ein gestrandeter Wal.<\/p>\n<figure id=\"attachment_458\" aria-describedby=\"caption-attachment-458\" style=\"width: 4608px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-458\" src=\"http:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216.jpg\" alt=\"\" width=\"4608\" height=\"3456\" srcset=\"https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216.jpg 4608w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216-300x225.jpg 300w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216-768x576.jpg 768w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0216-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4608px) 100vw, 4608px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-458\" class=\"wp-caption-text\">Vor Anker in den Isles des Saintes mit Blick auf den &#8222;Pain de Sucre&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von dort war Zora am Vortag zum kleinen Archipel der Isles des Saintes gesegelt, nachdem sie in Prince Rupert Bay einen Tag geankert hatte, damit die Crew die Insel erkunden konnte. Das war eine besondere Erfahrung \u00fcber die hier berichtet werden muss:<br \/>\nDie Geschichte beginnt im September des Vorjahres, denn am 19. Tag dieses Monats in der Nacht hatte der Wirbelsturm Maria, ein Hurricane der Kategorie 5, die Insel \u00fcberrollt und unvorstellbare Sch\u00e4den angerichtet. Der Skipper hatte damals die Wetterentwicklung verfolgt, aus Neugier und als Vorbereitung auf die anstehende Atlantik\u00fcberquerung. In den Nachrichten und im Internet gab es Bilder und Berichte, die aus der Ferne kaum einzuordnen sind. Die Familie von Reibnitz, die Dominica von vielen Reisen mit der &#8222;Peter von Seesterm\u00fche&#8220; kennt, hatte damals einen Hilfscontainer organisiert und Freunde bzw. Bekannte um Beitr\u00e4ge gebeten, die die Crew der Zora gerne geliefert hat.<br \/>\nNun aber k\u00f6nnen wir aus einem Abstand von etwas 3 Meilen die Situation mit eigenen Augen betrachten. Die steilen m\u00e4chtigen Bergh\u00e4nge wirken nicht satt gr\u00fcn, wie etwas auf Martinique. Vielerorts ist gar keine Vegetation mehr zu sehen und das Gr\u00fcn wird merkw\u00fcrdig d\u00fcrftig und blass. Viel schlimmer aber sehen H\u00e4user und Infrastruktur aus. Kaum ein Haus, das, selbst jetzt 5 Monate nach dem Sturm, unbesch\u00e4digt erscheint. Am Ufer dann die traurigen Reste von Palmst\u00e4mmen, die auf halber H\u00f6he abrasiert erscheinen.<br \/>\nAuf Martinique und St. Lucia hatte man uns erz\u00e4hlt, dass einzig ganz im Norden der Insel, in Prince Rupert Bay, die Infrastruktur wieder so weit hergestellt sei, dass dort Bootstourismus m\u00f6glich w\u00e4re. Aber wir hatten auch geh\u00f6rt, dass aufgrund der Katastrophe die Sicherheitslage schwierig sei. Auf gut Deutsch, dass man mit Diebstahl oder gar Raub rechnen m\u00fcsse. Mit gemischten Gef\u00fchlen segelt also die Crew unter der K\u00fcste Dominicas nach Norden und erreicht etwas sp\u00e4t Prince Rupert Bay. Die Strecke von St. Pierre sind immerhin etwas \u00fcber 50 Meilen.<br \/>\nSchon weit vor der Ankerbucht wird die Zora von einem Fischerboot abgefangen, allerdings mit einem sehr freundlichen &#8222;Welcome to Dominica&#8220;. Wir werden gefragt nach dem woher und wohin. Ausserdem bietet uns Avin von der PAYS (Portsmouth Associated Yachting Services) Hilfe vor Ort an. Diese nimmt der Skipper gerne an, denn es wird dunkel und ein Lotse in die Ankerbucht bei Dunkelheit k\u00f6nnen wir gut gebrauchen. Nat\u00fcrlich verbleibt zun\u00e4chst ein gewisses Misstrauen, das aber rasch schwindet, nachdem uns Avin freundlich und kompetent zum Ankerplatz lotst, sich dann h\u00f6flich verabschiedet und ank\u00fcndigt, er werde am Morgen wiederkommen und schauen, was er f\u00fcr uns tun k\u00f6nne.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag bringt uns Avin zum Einklarieren, hilft mit den Formalit\u00e4ten, macht die &#8222;Indian River Tour&#8220; mit uns, empfiehlt ein gutes Restaurant f\u00fcr den Abend, bringt uns dorthin und f\u00e4hrt die Crew zum Schlu\u00df auch wieder zur\u00fcck und das alles f\u00fcr einen v\u00f6llig angemessenen Preis. Dar\u00fcber hinaus berichtet er vom Hurricane, von seiner Insel, seinen Pl\u00e4nen und vieles mehr. Wir f\u00fchlen uns in jeder Hinsicht wohl und gut versorgt und genie\u00dfen den Luxus, den uns unser privater Guide bereitet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_459\" aria-describedby=\"caption-attachment-459\" style=\"width: 4608px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-459\" src=\"http:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191.jpg\" alt=\"\" width=\"4608\" height=\"3456\" srcset=\"https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191.jpg 4608w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191-300x225.jpg 300w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191-768x576.jpg 768w, https:\/\/haas-altona.de\/atlantik\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSCN0191-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4608px) 100vw, 4608px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-459\" class=\"wp-caption-text\">Mit Avin unterwegs in den Indian River<\/figcaption><\/figure>\n<p>Trotzdem bleiben wir nur einen Tag auf dieser gastfreundlichen Insel. Bei aller Gastfreundschaft sind die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Inselbesuch immer noch stark eingeschr\u00e4nkt. Als dann die Wettersituation ein g\u00fcnstiges Fenster \u00f6ffnet f\u00fcr die \u00dcberfahrt zu den Isles des Saintes, ist die Entscheidung schnell getroffen und die Ankerkette rumpelt \u00fcber die Winsch in den Kettenkasten. Nur wenige Stunden sp\u00e4ter liegen wir an einer Boje im kleinen Archipel des &#8222;Saintes&#8220;. Welch anderes Bild bietet sich hier. Zwar sind auch auf den Isles des Saintes, 20 Meilen n\u00f6rdlich von Dominica ein paar Auswirkungen von Maria zu sehen, aber was immer zerst\u00f6rt war ist aufger\u00e4umt und es herrscht eine gepflegte Idylle. Im Schutz der kleine Isle Cabrit staunen wir \u00fcber die Jagdk\u00fcnste der Pelikane, die mit k\u00fchnen Sturzfl\u00fcgen ihre Abendmahlzeit aus dem Meer holen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In der Nachmittagshitze ist die Crew der Zora hinauf zum Fort Napoleon gewandert. (So etwas tun nur Deutsche. Alle anderen d\u00fcsen mit knatternden Scootern oder elektrischen Golfcarts die steile Stra\u00dfe hinauf zu diesem wundersch\u00f6nen Aussichtspunkt) Aber der Blick von diesem strategischen Aussichtspunkt auf den Isles des Saintes lohnt die M\u00fche und ist atemberaubend. 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